Ausgesetzt in der Wildnis

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Mehr oder weniger spontan trieb es meinen Freund Sebo und mich heute mal wieder in die Wildnis. Zumindest das was hier in Deutschland dem Begriff Wildnis noch am Nächsten kommt. Die Aussicht einen „Schatz“ zu finden ließ uns Kälte und weißen Niederschlag völlig ignorieren. Heraus kam dabei wieder ein spannendes Abenteuer mit Höhen und Tiefen. Vormittags ging es los. Nach ca. 20 Minuten Fahrt erreichten wir unser heutiges Ziel. Ein großes Waldgebiet knapp außerhalb von Windeck. Ausgerüstet mit so ziemlich allem was einen warmhalten kann sowie einem Notfallüberlebensvorrat an KitKat marschierten wir los und waren wenige Minuten später weit jenseits aller Ortschaften und Straßen. Umgeben von Stille nur unterbrochen vom leisen Rieseln des Schnees und dem Wind in den Wipfeln. Natürlich spazierten wir nicht einfach so durch den Wald. Nein, Ziel der Reise sollte mal wieder eine Dose sein. Gefüllt mit einem Logbuch das wir mit unseren Namen bereichern wollten. Neben den üblichen Gefahren des Waldes und eisiger Kälte erwarteten uns also auch fiese Rätsel und knifflige Verstecke. Zwischendurch fing es immer wieder an zu schneien sodass sich bald ein echtes Alaska-Feeling einstellte. Fehlten eigentlich nur noch ein paar Bären und Wölfe. Stattdessen gab es wenigstens ein Reh zu erspähen. Immerhin, besser als gar kein Wildlife. So stapften wir also hinein in den einsamen Wald. Ab und an ging der Blick mal auf das Display des GPS-Empfängers um nicht vom Kurs abzukommen. Ansonsten war ich darauf bedacht keinen Fehltritt zu tun, denn der Weg war stellenweise doch eher unwegsam und unter dem Schnee konnte man das Eis gefrorener Pfützen knirschen hören. Station für Station, Rätsel für Rätsel kämpften wir uns voran, immer dem Ziel entgegen. Solange man geht ist die Kälte auch gar nicht mal so schlimm, erst wenn man länger rumsteht und nachdenkt fängt es an frisch zu werden. Toll ist dann wenn man die feinmotorischen Fähigkeiten der menschlichen Hand in Anspruch nehmen muss. Mit kalten Fingern fällt so manche Aufgabe doch recht schwer. So hatten wir an einer der kniffligeren Stationen eine Waage ins Gleichgewicht zu bringen. Mit winzigen Gewichten in Form von beschwerten Legosteinen! Im Wohnzimmer sicherlich kein Problem, hier draußen ein wahres Geduldsspiel. Nachdem wir Hilfe aus dem Hauptquartier in Anspruch genommen hatten (Also einen Kumpel angerufen haben der hier schon war :-)) hatten wir endlich eine schöne Koordinate die wir eingeben konnten. Wenig später fanden wir uns in einer recht weiten Heidefläche wieder. Totales Kontrasprogramm zur bisherigen Waldlandschaft durch die wir uns bis jetzt bewegt hatten. Allerdings führte uns unser Kurs recht bald wieder heraus aus dem offenen Gelände zurück in den finsteren Wald. Hier hatten wir wieder mit dem Problem zu kämpfen die Stationen unter all dem Schnee zu finden. Doch auch hier war die Hilfe aus dem HQ Gold wert. Ohne wären wir wohl rasch gescheitert und säßen noch immer dort im Wald und würden an fast gefrorenen KitKat knabbern. Doch es sollte nicht lange dauern da stießen wir auf ein Problem ganz anderer Art: wir hatten beide nämlich eine leicht unterschiedliche Auffassung der Theorien eines gewissen alten Griechen. Zum Glück konnte sich der Teil des Teams mit der besseren Erinnerungsfähigkeit durchsetzen und wir gelangten an den richtigen Ort an dem wir den nächsten Hinweis finden konnten. Langsam fing es an zu dämmern und wir standen nur noch wenige Kilometer vor dem Ende der Reise. Es galt noch einmal scharf nachzudenken und die gefunde Karte richtig zu deuten. Einen weiteren Marsch durch den Schnee später konnten wir den pfiffig versteckten Schlüssel entdecken und machten uns auf die Suche nach dem dazu passenden Schloss. Das war überraschenderweise dann wirklich mal schnell gefunden und endlich durften wir uns in das noch recht leere Logbuch eintragen. Immerhin als Dritte haben wir diesen Ort erreicht und das kann uns niemand mehr nehmen 🙂 Nach einigen Schwierigkeiten die Kiste wieder richtig zu verschließen machten wir auf den letzten Abschnitt des Weges in Angriff zu nehmen: Die Rückkehr in die Zivilisation. Nass, durchgefroren und mit struppigen Bärten fanden wir gerade noch im letzten Licht des Tages den Weg zurück zum Auto.

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Schon toll….

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Es gab Zeiten da waren Briefe die einzige Möglichkeit über große Distanzen in Kontakt zu bleiben. Heute sind wir da schon ein wenig weiter. Per Skype kann man problemlos miteinander sprechen und sich sogar sehen. Auch wenn die Person mit der man spricht im fernen Neuseeland sitzt 🙂 Einfach toll! Nur ein wenig seltsam fühlt sich das schon noch an wenn man sich die Fakten mal klarmacht. Neuseeland liegt eben nicht grade um die Ecke. Aber hey! Ich hab ein wenig Neuseeland live gesehen 🙂 Vielleicht muss ich da doch mal hin……

Grüße an Christina 😉

Flughafen Frankfurt

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Heute war es so weit. Wir haben Christina zum Flughafen gebracht von wo sie ihre weite Reise ins ferne Neuseeland antritt. Früh am Morgen ging es los. Die Fahrt war recht entspannt und nach gut 1,5 Stunden kamen wir am Flughafen an und fanden uns erst mal in einem Parkhaus wieder. Von da ging es durch lange, leere Gänge in Richtung Terminal 1. Dort sollte der Check-In stattfinden. Da wir früh dran waren hatte der Schalter gerade erst geöffnet und wir waren die Dritten in der Schlange. Kurz nach unserer Ankunft verlängerte sich selbige um einige Meter 🙂 Ich hatte nicht erwartet, dass so viele zu der Gruppe gehören. Danach war erstmal Warten angesagt. Nach ein wenig Lustwandeln standen wir pünktlich vor dem Eingang zum Sicherheitsbereich. Nun mussten wir also Abschied nehmen. Denn in den nächsten Bereich durften wir ja nicht mehr mitgehen. Da die gesamte Gruppe sich hier treffen sollte, war es dementsprechend voll. Ein letztes Aufwiedersehen, dann hat sie sich auf den Weg durch die Sicherheitskontrollen gemacht. Als wir sie nicht mehr sehen konnten, haben wir uns auf den Weg zu Terminal 2 gemacht. Dort kann man nämlich sowohl vom McDonald’s als auch von der Besucherterasse aus das Pistensystem und den Apron beobachten. Per Skyline-Shuttle ging es flott zu T2. Dort wurden dann nochmal Erinnerungen wach. Denn hier hatten wir zum letzten USA-Trip eingecheckt und das Flugzeug bestiegen. Ich wollte unbedingt mal raus auf die Terasse und hab das auch gemacht während die anderen drinnen im warmen gewartet haben. Um auf die Terasse zu kommen muss man die gleichen Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen wie wenn man wirklich fliegt. Also Taschen leermachen, Gürtel ausziehen und ab durch die Magnettür. Immer wieder spannend ob es piept oder nicht. Diesmal war ich wohl clean 🙂 Nach einer guten Stunde draussen ging es wieder rein. Wenige Minuten und einen McFlurry später sahen wir dann auch die Maschine in der Christina saß Richtung London starten. Eine Skyline-Fahrt und den Gang zum Parkhaus zurück saßen wir wieder im Auto auf dem Weg nach Hause. Und während ich das hier schreibe sitzt Christina im Flugzeug irgendwo über dem Pazifik 🙂

A night at New Jersey

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This  story tells about my first night very, very close to my dreamcity New York. Everything began with the plan to make another travel to the States. This time not alone but also with my girlfriend and my brother. We found some cheap flights with Continental Airlines departing from Frankfurt/Main. The only thing I was worried about was that we had a transfer at Newark Int. Airport. Ok, I was lucky to come close to New York and maybe have the chance to get a look on Manhattan.  But on the other side I knew that Newark is a very busy airport and generally New York Airspace is very busy. So you have to expect delays. But we hoped that everything would be fine. Next problem: Due to a change of our booking we lost our seatreservation. Finally we had seats far in the back of the plane. By the way: We had a very nice B777 🙂 Hey, why is this a problem? You’ll see why soon! Now we are sitting in that plane looking forward to the USA. And we had to wait. A couple of Lufthansa-planes payed more or something 🙂 They were allowed to pass us and take off before us. So we lost the first minutes before we left the ground. Ah, due to that stupid change of our booking we also lost some transfer-time at Newark. Normally we had about 2,5 hours. Now we only got 1,5 hours. A very close-run thing.  About 8 Hours later we’ve arrived the New York Airspace. Our Captain was happy and gave us a call from the Flightdeck: Yeah, we had tailwind and we saved some time. So we were almost on schedule again. But then, a few minutes later, another call from the Flightdeck: We had to fly some holdings due to the traffic. Tic-Tac-Tic-Tac…..Slowly I became a little bit nervous. Another 15 minutes later we finally made a very rough, fast landing. Was the „best“ landing I’ve ever experienced. Ok, not everybody likes that. But I do 🙂 Then came the next message from that guy who was our Captain, and now he sounded very sad: ahem, Folks, seems ther is still a plane at our gate, so we have to wait until they have removed that plane. And now comes the problem with sitting in the rear-section of the plane: There are about 300 People in front of you, leaving that plane before you and, very important, the arrive before you at the Immigration-Hall. Very long Queues. And there is no fast way trough that. About an hour later we had the permit to stay in the USA. A few minutes later we grabbed our baggage and went to the exit. We haven’t tried to get our connecting flight to Minneapolis. We directly went to the Continetal-Airlines counter. And yes, our plane left a few minutes ago. What now? The smart woman behind the counter had the answer: The next flight departs tomorrow, 8:45am. Tomorrow? She really said tomorrow?? Well, we got vouchers for the hotel and for something to eat. And we got an address and also directions how to get there. Take the Skytrain to P4 and then the shuttle bus to the hotel. seems to be no problem. So we grabbed our stuff and found our way trough the Airport. Minutes later I sat in a bus driving on the Turnpike 🙂 After arriving at the hotel I went straight to the desk and explained the man behind that counter who we are. And what was the unexpected answer? Yes, they had no rooms free. Ok, what??? At the Airport they have sent us to this hotel and now they have no rooms? Not funny! In the Lounge we met a american couple. They missed their flight to Hongkong. And they had the same room-problem. We had to take the next shuttle bus to another Hotel. About 30 minutes later we were deep in New Jersey headed to a hotel in Rahway. There they had rooms for us and, more important, something to for diner. Then I made a very expensive call to my aunt in Minneapolis. 18 Dollars later she was informed about what happened and when she can pick us up at the Airport tomorrow. Now I know that I have a free phone call. Almost like in jail 🙂 After that we had a very good diner with a very nice service. Payed from Continental Airlines. So, this was my first missed flight ever and it was a big adventure for us. Really! Next day everything worked fine. We also had a great look from the Airport to the Skyline of Manhattan! 3 Hours later we have finally arrived at Minneapolis. A day later but with some new experiences.

Why I don’t like Winther in Germany

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Well, I decided to write now something in english.  My last real text in english is a while ago, so please overlook the biggest mistakes 🙂 But back to the real topic: Winter and why it can be so horrible where I live. I like the coldness and also I like snow. But both we almost never have here. Winter in germany means a chilly, wet fall until spring begins. Weather is joking with you here. Let’s take last saturday. A cloudy, wet day. Then late in the evening suddenly the sky opened it’s bulkheads and snow fell down to ground. A lot of snow. It took several minutes and all the streets have been white. Yeah, I’ve expected a very nice sunday with a lot of walking through white woods. But far wrong!! Early on sunday morning sky again opened every hole and guess what he brought? Yes, a lot of rain. All the day rain and temperatures above zero destroyed the white wonder. I wish we could get a wintertime like this: It starts to be cold and the snow comes. And then it stays very cold with wonderful blue days with a lot of ice and sun. And in February spring comes slowly back. But I can only dream about a winter like this. All we have is snowslush. So, if you need some, give me a call! We have enough of it.

Mission: Bagel II

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Nach einer Stunde waren sowohl der Teig als auch wir wieder in der Küche angekommen. Der Teig war wunderbar gegangen und damit bereit für die weitere Verarbeitung. Hier kam nun die patentierte Spezial-Bagel-Form zum Einsatz. Aufgabe: Aus dem Teig 10 Kugeln formen und mit der Form in die endgültige Form mit Loch bringen. Da braucht man definitiv ein wenig Übung um ein Gefühl dafür zu bekommen wie man den Teig einteilen muss. Jetzt braucht man kochendes Wasser mit Natronsalz und Honig oder Zucker. Da kommen die rohen Bagel rein. Wenn sie schwimmen, sind sie genug gegangen. Praktischerweise schwamm unser Testbagel auf Anhieb. Endlich klappt also mal was ohne Schwierigkeiten. Jetzt darf jede Seite ca. 30 Sekunden in den Genuss eines heißen Bades kommen. Jeder Bagel kommt mal dran 🙂 Danach dürfen sie nochmal ein wenig ausruhen bevor dann schon der letzte Arbeitsschritt ansteht. Der macht mir auch immer am Meisten Spaß. Die Bagels bekommen jetzt ihr Finish. Bestreut mit Sesam, Mohn oder Kümmel schmecken sie umso besser. Man darf natürlich schön sortierte Bagel herstellen. Ich mache am Liebsten Bagels mit allem drauf. Das ist dann der Bagel-Everything von dem ich Eingangs schon so geschwärmt habe. Wenn die Küche danach so richtig schön nach Sesam, Mohn und Kümmel aussieht und auch die Bagel ein paar Krümel abbekommen haben, dann hat mal alles richtig gemacht und die Bagel dürfen in den Ofen. Hier bleiben sie dann für ca. 20 bis 25 Minuten. Zeit die sich prima zum Saubermachen der Küche eignet 🙂 Die hat das dann auch bitter nötig.

Nach dem Abkühlen darf man dann endlich die leckeren Bagel genießen.

Mission: Bagel!

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Für alle die es nicht wissen: Ein Bagel ist ein handtellergroßes, rundes Gebäck aus Hefeteig mit einem Loch in der Mitte. So sagt es Wikipedia und im Großen und Ganzen kommt das auch hin. Fehlt noch zu sagen was Bagels noch sind: nämlich unglaublich lecker. Das sage ich 🙂 Und wo gibt es diese unglaublich leckeren Dinger: Na klar! In den USA. Und dort bin ich auch das erste Mal in meinem Leben in den Genuss eines köstlichen Bagel-Everything gekommen. Das ist sozusagen die Steigerung eines normalen Bagels! Mein persönlicher Favourit unter den Bagels. Jetzt muss man ja aber im Regelfall wieder nach einer schönen Zeit in den Staaten auch wieder nach Hause fliegen. In Deutschland ist das Bagelvertriebsnetz leider noch nicht so dicht wie jenseits des großen Wassers.  Geradezu unterentwickelt 🙂 Bleibt also nur selber machen oder eben warten bis es wieder rübergeht. Die Zutaten für einen leckeren Bagel kann man zum Glück gerade so in good old Germany bekommen 😉 Praktische Formen gibt es auch zu kaufen und Rezepte bietet das World Wide Web. So konnte also nun die Mission Bagel beginnen. Nach einem ersten Studieren des Rezeptes war schnell klar: So schwer kann das nicht sein. Ich möchte euch nicht mit einer Backbeschreibung langweilen, daher nur die Highlights. Mehl, Wasser und ein wenig Zucker mische man zusammen. Dann noch ein Päckchen Backhefe, schwupp, rein damit. Schnell noch mal ins Rezept gelinst, oh weh! Es sollten doch nur 2 Teelöffel Hefe rein. Naja, viel hilft viel wird wohl auch hier gelten. Weit gefehlt….. . Jetzt das Ganze rühren bis der Teig schön zäh ist. Seltsam, das soll fest und zäh werden?? Niemals! Also nochmal ins Rezept geschaut….Huch! 500g Mehl sollen da rein! Wieviel haben wir?? Nur 300g! Na klar, dann kann das ja nicht fest werden! Also noch mal nachfüllen. Ahja, so sieht das schon viel besser aus.  10 Minuten später haben wir dann erst mal Pause. Denn der Teig muss gehen. Wohin wollte er uns nicht sagen, aber in einer Stunde sollte er wieder da sein.

Was nach der Rückkehr des Teiges in unsere Küche geschah und was er dort erlebte gibts in Teil 2 von Mission: Bagel zu lesen.

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